
In einem Interview in der Sendung Panorama von COSMO en español gaben Val Sánchez, Direktorin von Mi Guía Hispania, sowie Eliécer Angarita, Mitglied des Teams für Public Relations und Social Media des Projekts, einen Ausblick darauf, wie sich das Magazin auf eine neue Phase im Jahr 2026 vorbereitet. Diese wird geprägt sein vom Übergang zu einem vollständig digitalen Format, der Förderung neuer Präsenzformate, einer stärkeren Einbindung der Community sowie dem Start eines eigenen Podcasts.
Das Gespräch bei COSMO en español stellte die Neuerungen des Projekts vor und machte zugleich die Reife einer spanischsprachigen Community in Deutschland sichtbar, die sich längst nicht mehr ausschließlich als migrantisch versteht, sondern als aktiver Teil des sozialen und kulturellen Gefüges des Landes.
Seit seiner Gründung besetzt Mi Guía Hispania einen Raum, den andere Medien nicht zu füllen vermochten: den eines zweisprachigen redaktionellen Brückenschlags für Leserinnen und Leser, die zwischen zwei Welten leben. Das Angebot auf Spanisch und Deutsch ermöglichte vielen Neuankommenden Orientierung, Lernen und Integration; zugleich schuf es einen symbolischen Raum, in dem eine hybride Identität selbstverständlich erzählt werden konnte.
Der Schritt ins Digitale
Die Entscheidung, sich zu einem zu 100 % digitalen Magazin zu entwickeln, markiert einen Wendepunkt. Es handelt sich nicht nur um einen Formatwechsel, sondern um eine konsequente Antwort auf ein hypervernetztes, mobiles und diverses Publikum, das Unmittelbarkeit, Nachhaltigkeit und globale Zugänglichkeit verlangt. Im Interview wurde betont, dass das Magazin weiterhin kostenlos, herunterladbar und von jedem Ort sowie über jedes Smart Device erreichbar sein wird.
Kollaborationen: Eine Community, die informiert und sich informiert
Das Projekt hat erkannt, was viele traditionelle Medien noch zu entschlüsseln versuchen: Das Publikum ist längst kein passiver Empfänger mehr. Es stellt Fragen, hinterfragt, bringt sich ein und gestaltet mit.
Bei Mi Guía Hispania sind Kollaborationen ausdrücklich erwünscht. Expert:innen, Influencer:innen, Unternehmer:innen und Leser:innen können gemeinsam eine redaktionelle Perspektive entwickeln, die diese neue Dynamik aufgreift. Information ist kein eindirektionaler Fluss mehr, sondern wird zu einer kollektiven Konversation.
Networking-Events
In einer Zeit, in der nahezu alles über Bildschirme konsumiert wird, setzt Mi Guía Hispania bewusst auf etwas, das sich nicht digitalisieren lässt: die menschliche Begegnung. Die Networking-Events zeigen, dass der persönliche Austausch weiterhin unverzichtbar ist – insbesondere für Menschen, die neu nach Deutschland kommen und Netzwerke aus Unterstützung, Chancen und Zugehörigkeit knüpfen müssen.
Die Entscheidung, jede neue digitale Ausgabe mit Präsenzveranstaltungen zu begleiten, ist aus redaktioneller Sicht auch eine Erinnerung daran, dass sich hinter jedem Klick ein realer Mensch verbirgt, der Gemeinschaft sucht.
Ein Podcast, um neue Fragen zu öffnen
Mit der Ankündigung von La Caja de Pandora, dem Podcast, der 2026 starten wird, öffnet sich ein Raum für Geschichten, die in den kurzen Formaten sozialer Netzwerke oft keinen Platz finden.
Der erste Zyklus, der sich interkulturellen Paaren widmet, beleuchtet eine der prägendsten Erfahrungen bikulturellen Lebens. Dass diese Stimmen ungefiltert und in der jeweils bevorzugten Sprache der Interviewten zu Wort kommen, zeugt von einem klaren Bekenntnis zu Authentizität und narrativer Tiefe.
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Höre das vollständige Interview von Panorama bei COSMO en español ab Minute 48:13.